Montag, 12. Dezember 2016

Wo stimmt die Chemie? PISA-Studie, CyberMentor und mein erstes Spiegelinterview

Landauf, landab wird wieder einmal die PISA-Frage gestellt: Was läuft falsch in unserem Land? So titelte der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe Die Chemie stimmt nicht (Der Spiegel, 10.12.2016, S. 57): PISA-Forscher hätten herausgefunden, dass deutsche Schüler zwar Naturwissenschaften beherrschten, aber nicht möchten. In dem Artikel werden Ursachen diskutiert und Verbesserungsvorschläge erörtert (ebd.).

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Ich bin in diesem Artikel nicht nur als Fachfrau interviewt worden, ich habe auch bereits seit Jahren dazu gearbeitet und geschrieben, damit die Chemie stimmt! Und das mit meiner ganz eigenen Sicht, die manchmal nicht konform geht mit den herkömmlichen Meinungen an Schulen und Hochschulen.
Bei mir steht immer zunächst der einzelne Lerner im Mittelpunkt: egal, ob es sich dabei um das kleine Kind, den Schüler der Mittelstufe, den Studenten oder den angehenden Lehrer handelt. Durch meine umfangreichen praktischen Erfahrungen habe ich immer wieder erlebt, dass insbesondere die Chemie für viele Lerner ein Buch mit sieben Siegeln ist. Aber man kann lernen, diese Siegel zu öffnen oder mit einer anderen Herangehensweise diese Verwirrung in den Köpfen der Lerner gar nicht erst entstehen zu lassen. Erfahrungen wie der Ausspruch einer Studentin im FH-Studiengang Biowissenschaftliche Kommunikation "Ich kann ja doch Chemie!" gehören für mich immer wieder zu den Highlights meiner Lehr- und Unterrichtstätigkeiten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist mir die Entwicklung von solidem, chemischen Grundlagenwissen, orientiert an den chemischen Basiskonzepten. Dabei strebe ich an, dass der Lerner im Kleinkind- und Kindergartenalltag zunächst implizite Erfahrungen mit den Phänomenen macht, die diesen Basiskonzepten zugrundeliegen. Ab der grundschule können diese Basiskonzepte dann auch langsam und methodisch sorgfältig bewusst gemacht werden.

So habe ich mich auf den Weg gemacht und geschaut, welche Entwicklungsstufen Babys und Kleinkinder typischerweise durchlaufen und wie diese mit naturwissenschaftlichen Vorläuferfertigkeiten zusammenhängen. Insbesondere im Krippen- und Kindergartenalter halte ich es für die meisten Kinder (über Ausnahmen z.B. bei begabten Kindern spreche ich weiter unten) für wichtig, Erfahrungen auf der Ebene der Phänomene zu machen, zu einem Basiskonzept gerne auch verschiedene Beispiele erlebt und gespürt zu haben. So sind die Zuordnung der Basiskonzepte zu den Entwicklungsstufen (für das Krippenalter) bzw. zu den naturwissenschaftlichen Aktivitäten auch für die erwachsenen Begleitpersonen (z.B. Eltern und pädagogische Fachkräfte) gedacht. Mir geht es darum, ihnen die Arbeit zu erleichtern, insbesondere dann, wenn sie über keine naturwissenschaftliche und naturwissenschaftsdidaktische Ausbildung verfügen.

1. Hier das erste Buch zu Babys und Kleinkindern:
Ich bin ganz begeistert und habe mir damit einen Traum erfüllt: der Zusammenhang zwischen körperlich-geistiger Entwicklung bei kleinen Kindern und der Förderung intuitiven naturwissenschaftlichen Wissens beschäftigt mich schon viele Jahre! Es geht darum, wie wir bei ihnen grundlegendes, naturwissenschaftliches Interesse und Wissen individuell unterstützen können:
The Brausewetter Emergent Science Curriculum: How to enhance intuitive science knowledge in infants and toddlers 
Es kann bestellt werden: http://www.amazon.de/Brausewetter-Emergent-Science-Curriculum-intuitive-ebook/dp/B01CDFGZR6
2. Das zweite Buch für das Kindergartenalter:
Das E-Buch informiert über Möglichkeiten der individuellen Förderung naturwissenschaftlicher Interessen und Begabungen im Vorschul- und Kindergartenalter in Kindertagesstätten. Hier finden Sie auch eine systematische Übersicht über die gemeinsamen Referenzniveaus des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Naturwissenschaften und wie sie insbesondere zur Förderung begabter Kinder genutzt werden können. Dies beinhaltet dann durchaus ein Abweichen von meiner Aussage oben, dass Kinder im Krippen- und Kindergartenalter erst Erfahrungen auf der Ebene der Phänomene machen sollen:
The Brausewetter Preschool Science Curriculum: How to develop science talent in the early years

3. Das dritte Buch für das Kindergarten- und Vorschulalter: Aktivitäten für zu Hause
Das E-Buch informiert mit seinem umfassenden Experimentierteil über Möglichkeiten der individuellen Förderung naturwissenschaftlicher Interessen und Begabungen im Kindergarten- und Grundschulalter zu Hause! Für alle Eltern unausgelasteter Kinder mit naturwissenschaftlicher Begeisterung:  
Brausewetters naturwissenschaftliche Begabungsförderung: Küchenchemie

Hier kann es bestellt werden: http://www.amazon.de/Brausewetters-naturwissenschaftliche-Begabungsförderung-Küchenchemie-ebook/dp/B016EBUPKS

4. Das vierte Buch für die weiterführende Schule: Mein neuer #Bestseller
Auch in diesem Buch steht das einzelne Kind mit seinen Bedürfnissen im Zentrum. Die Besonderheit ist ein Unterricht am gemeinsamen Gegenstand, der auf drei Niveaus differenziert und so vom Förderschüler bis zum begabten Kind alle individuell arbeiten lässt. Die Kinder erfahren Stoffe mit ihren Sinnen, machen einen Ausflug in die Sensorik in der Automobilindustrie, untersuchen Schokolade und Werkstoffe und beschäftigen sich abschließend mit dem Teilchenmodell. Dabei experimentieren die Schüler selbstständig, wie es sich für eine Naturwissenschaft gehört!
Neben der Schule ist dieses Buch auch für Eltern unausgelasteter Kinder mit naturwissenschaftlicher Begeisterung sehr interessant und hilfreich:
Stoffe und Stoffeigenschaften: Chemie differenziert unterrichten ist gerade erschienen!

Stoffe und Stoffeigenschaften - Buch
Zu bestellen unter: http://www.auer-verlag.de/07773-stoffe-und-stoffeigenschaften.html
Band 2 zu Gemischen und ihrer Trennung wird gerade lektoriert. 

Diese Materialien bieten sich für pädagogische Fachkräfte und Lehrer an, ebenso wie für Eltern und Kursleiter, die für begabte Kinder, die sich für den MINT-Bereich interessieren, Förderung zu Hause und/oder außerhalb von KiTa/Schule ermöglichen wollen!

 

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